Warum Politik?

In Deutschland ist der soziale Aufstieg besonders schwierig. Wer arm ist, wird es wahrscheinlich auch bleiben. Wer im schrumpfenden Mittelstand lebt, hat immer öfter Abstiegsängste. Nur wer Reich ist, kann sein Vermögen wachsen sehen.

Im Jahr 2013 habe ich begonnen ein Unternehmen zu gründen. Tolle Idee gehabt, Unternehmensberater engagiert, Businessplan erstellt, das Produkt hatte ich auch schon. Die Berater der KfW fanden die Idee gut, genauso wie die Berater der Banken. Nur Kredite wollte niemand geben. Wegen der vergangenen Finanzkrise waren die Banken sehr restriktiv und verlangten einen Eigenkapitalanteil von 80%. Ein Aufstieg zum Untenehmer bedingte also Kapital, welches durch normale Arbeit schwer aufzubauen ist.

Besonders in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich in Deutschland viel verändert. Obwohl sich die Gewinne der Kapitalunternehmen verdreifacht haben, sind die Löhne real gesunken. Der Niedriglohnsektor ist förmlich explodiert. Die Kinderarmut wächst, die Renten werden gekürzt. Es fehlt an Wohnungen, Kindergartenplätzen und guter Gesundheitsversorgung. Straßen und Brücken verfallen, während der Verkehr zunimmt und im öffentliche Personennahverkehr gespart wird.

Eine Volkswirtschaft, die all das praktiziert, ist nicht gesund. Obwohl sehr viele Menschen betroffen sind, wird uns tagtäglich sugerriert, dass alles nicht so schlimm sei. Aus diesem Grund bin ich politisch aktiv geworden, weil man alleine eben wenig ändern kann. Die Entscheidung der Partei DIE LINKE. beizutreten habe ich damals ganz rational getroffen. Nicht nur, weil ich links bin, sondern weil es logisch war.

Mit Ihrer Stimme tragen Sie dazu bei, dass mehr logisches und menschliches Handeln die Politik leitet.