Video – Bahl spricht von der „Trostpflaster-Methode“

Pressemitteilung: „Lindenfels kämpfte vor genau einem Jahr mit ihrer Bevölkerung, dem Bürgermeister, den Ärztinnen und Ärzten der Klinik, den niedergelassenen Ärzten und dem Pflegepersonal um den Erhalt ihres Krankenhauses. Lindenfels steht symbolisch für die ländlichen Regionen in Hessen, im Grunde für die Auswirkungen einer Struktur zerschlagende Gesundheitspolitik in ganz Deutschland. Es gab konkrete Ideen und Ansätze um der Odenwälder Region zumindest eine abgespeckte Version einer Klinik, in Form von Luise Light, zu erhalten.

Was jedoch folgte, war nicht die Unterstützung die man als Wähler und Steuerzahler hätte erwarten sollen, was folgte war nicht mehr als leere Versprechungen. Das verantwortliche Parteienklientel, war zumindest so schlau, eine Klinik weder vor, noch während der Kommunalwahl zu schließen“, kritisiert Bundestagskandidat Sascha Bahl (DIE LINKE)

Kreistagsabgeordnete Christiane Hennrich: „Wir hatten es mit einer Landes- und Kreispolitik zu tun, die sich vor der Verantwortung drückte und dann alle Initiativen und alle Arbeit der Menschen vor Ort vom Tisch fegte. Die herrschende Politik trägt die Verantwortung für die gesundheitliche Versorgung der Menschen und hat auch in der ländlichen Region für ein im Verhältnis zur Bergstraße, gleichwertiges Gesundheitsnetz zu sorgen.

Wenn wir schon dem gestrigen Jahrestag gedenken, so gilt es auch den verantwortlichen Protagonisten zu gedenken, denn die Arbeit mit der Vergesslichkeit der Bürger ist eine der üblichen, taktischen Vorgehensweisen. Es gilt sich nicht blenden zu lassen, denn es findet weiterhin keine Planung statt, welche und wie viele Krankenhäuser wir eigentlich brauchen und wie diese die gesundheitliche Versorgung gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region erbringen können. Daran ändert auch das medial aufbereitete Pudern des Heppenheimer Kreiskrankenhauses nichts, die ländliche Region soll weiterhin auf ein Odenwälder Krankenhaus verzichten lernen!

Zur Erinnerung: Das Krankenhausstrukturreformgesetz des Bundes stellt einen Strukturfonds mit 50 Prozent Landesmitteln zur Verfügung, um Krankenhäuser und Betten abzubauen. Dafür wird eine Milliarde Euro bundesweit zur Verfügung gestellt, dafür gibt es Geld und nicht für die Rettung kleinerer ländlicher Kliniken!

Sascha Bahl weiter: „Gerade gesundheitspolitisch gibt es so vieles was dringend in Angriff genommen werden muss: Personalmangel, Hygieneprobleme, überforderte und ausgelaugte Pflegekräfte und die Gefährdung der Gesundheit bei Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch ist es nicht unerheblich, dass Die Behauptung, die Gesundheitsausgaben würden wegen der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts nicht mehr bezahlbare Dimensionen annehmen, definitiv falsch ist, denn gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist der Anteil der Gesundheitskosten sogar deutlich zurückgegangen. Die Länder kommen ihrer Pflicht, die Investitionskosten der Krankenhäuser zu finanzieren nicht nach. Bundesweit fehlen weiterhin zwischen 28 und 60 Milliarden Euro für die investive Tätigkeit der Kliniken. Diese Zahl sollten wir uns vergegenwärtigen, wenn jemand die eine Milliarde aus dem Strukturfonds hochloben will. Auch darf sich niemand hinwegtäuschen lassen mit den Begrifflichkeiten MVZ oder NOVO. Nach der Klinikschließung versucht man mit der Trostpflaster-Methode Ruhe in die Thematik hinein zu tragen.

DIE LINKE verurteilt es scharf, dass der Schließung von kleineren ländlichen Kliniken weiterhin kein Einhalt geboten wird!

Presse:

Starkenburger Echo:

http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/lindenfels/wenn-flickwerk-strukturen-ersetzt_18077636.htm

Weinheimer Nachrichten – Odenwälder Zeitung

https://www.wnoz.de/Bahl-spricht-von-der-Trostpflaster-Methode-0ba83516-2de3-44bb-9d08-00a680d9bd4b-ds

 

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