Bahl kämpft für gerechte Rente

Pressemitteilung: DIE LINKE Bergstraße kämpft im Wahlkampf zur Bundestagswahl im Herbst auch um sichere Renten. Dies erklärte Sascha Bahl, Direktkandidat der Bergsträßer LINKEN für den Bundestag, bei einer Veranstaltung der Partei in der Viernheimer Kulturscheune. „Schon jetzt bekommen über 40 Prozent der Rentnerinnen und Rentner eine Rente unter 700 Euro. Die Armutsrisikogrenze in Deutschland liegt zum Vergleich bei 917 €. Aktuelle Umfragen zeigen, dass jeder Zweite Angst davor hat, im Alter arm zu sein. Diese Sorge ist leider berechtigt. Denn das Rentenniveau, das 2001 noch bei 53 Prozent des Durchschnittslohns lag, ist auf 48 Prozent gesunken. Es wird 2030 voraussichtlich bei nur noch 44 Prozent liegen. Eine Rente von ehemals 1000€ wird nur noch 800€ wert sein“, erklärte der 40-jährige Wirtschaftsexperte. Am Beispiel Österreichs zeige sich, dass eine gerechte Rente keineswegs utopisch ist. Hier zahlen auch Selbstständige und Beamte in die gesetzliche Rente ein. Arbeitgeber übernehmen mehr als die Hälfte des Betriebsrenten-Beitrags. Die Hans-Böckler-Stiftung habe außerdem festgestellt, dass dies die Wirtschaft nicht belaste. Wirtschaft und Erwerbstätigkeit in Österreich seien seit 2000 stärker gestiegen sind als in Deutschland. Vom Nachbarland könne man somit lernen. Außerdem müsse die Beitragsbemessungsgrenze abgeschafft werden, ab der hohe Einkommen bei den Beitragszahlungen nicht mehr berücksichtigt werden. Zweiter Referent an diesem Abend war Dr. Achim Kessler, sozialpolitischer Sprecher des hessischen Landesverbands der Partei und Spitzenkandidat über die Landesliste.

Bahl betonte zum Ende seines Vortrags, dass die Rente vor Armut schützen müsse. Jeder Mensch verdiene einen gesicherten Ruhestand. Er wolle nicht hinnehmen, dass Rentnerinnen und Rentner im reichen Deutschland in Armut leben müssen. Eine solidarische Mindestrente in Höhe von 1.050€ sei daher das Ziel, für dass er sich einsetzen wolle.

 

 

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