Meine Position zur Agenda 2010 in 1000 Zeichen

Führt ein Rückbau der Agenda 2010 zu mehr Gerechtigkeit und weniger Armut? Sind Sie für eine Verlängerung und einen Umbau des Arbeitslosengelds I zu einem Arbeitslosengeld Q? Hat die historisch niedrige Arbeitslosenquote im Landkreis Bergstraße etwas mit den Hartz IV-Programmen zu tun? Befürchten Sie, dass diese Entwicklung durch die in Rede stehende Kurskorrektur aufs Spiel gesetzt wird?

Dies wollte der Bergsträßer Anzeiger von den Bundestagskandidaten in 1000 Zeichen wissen. Meine Antwort dazu:

„In der ganzen Diskussion um die Verlängerung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I (ALG I) unter bestimmten Bedingungen sollte nicht vergessen werden, dass die sozialen Sicherungssysteme einmal dazu gedacht waren, das Versagen des Arbeitsmarktes auszugleichen.

Qualifizierungsmaßnahmen als Bedingung für eine längere Bezugsdauer schaffen noch lange keine Arbeit. Wer Arbeit schaffen will, muss die Löhne und damit die Nachfrage erhöhen, aber nicht das Versagen der Wirtschaftspolitik denjenigen in die Schuhe schieben, die auf das soziale System angewiesen sind.

Eine Partei, die Opfer zu Sündern gemacht hat und nun ganz leicht die Daumenschrauben löst, um sich feiern zu lassen, hat überhaupt nichts begriffen. Laut Hessischem Statistischem Landesamt hat sich seit dem Jahr 2000 die Anzahl geleisteter Arbeitsstunden nicht verändert. Nur die Zahl schlecht bezahlter Jobs ist gestiegen.

Wer im Niedriglohnbereich arbeiten muss, kann sich ein Leben im Kreis Bergstraße oft nicht leisten, was die regionale Arbeitsmarktstatistik zur plumpen Propaganda herabstuft. “

 

Quelle (..und was die anderen Kandidaten sagen):

http://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/region-bergstrasse/auswege-aus-der-armutsfalle-1.3197037?Page=1

Arbeitsvolumen Hessen: https://statistik.hessen.de/zahlen-fakten/gesamtrechnungen-konjunktur/volkswirtschaftliche-gesamtrechnungen-0

 

 

 

Kommentar verfassen