Das Problem des Politikwechsels

Wo das Problem für einen Politikwechsel tatsächlich liegt, sieht man aktuell an der Berichterstattung der Medien. Da will die SPD kleinste Korrekturen an der Agenda vornehmen und sofort wird seitens der neoliberalen Medien, die in den Händen weniger Superreicher Familien liegt, zum apokalyptisch wirkenden Gegenschlag ausgeholt. Es werden förmlich Weltuntergangsszenarien kreiert, wie die Wirtschaftswoche dies kürzlich getan hat. Die herrschende Politik wird neoliberal bleiben, allein aus Furcht vor dem gezückten Revolver der Medien als Vertreter der 1%.
Die Linke ist es gewohnt in der öffentlichen Berichterstattung ignoriert und getadelt zu werden. Steht sie doch zur konkurrierenden keynesianischen Wirtschaftstheorie, wie sie bereits Jahrzehnte erfolgreich betrieben wurde. Das war zu Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs als die weltweit vorherrschende Wirtschaftstheorie durch Keynes geprägt wurde. Arbeitslosigkeit war kaum vorhanden und die Zukunftsaussichten der Menschen war zumeist positiv. Die breite Masse konnte von seinem Beruf eine Familie ernähren, ein Haus bauen, sich Urlaub und Auto leisten. Die Wirtschaft profitierte enorm und der Fortschritt liess erstaunliche Entwicklungen zu.
Rückwärtsgewand, nennen es die Interessenvertreter der wenigen Nutzniesser der heutigen enormen sozialen Ungleichheit und bemühen sich beständig zu erklären die Veränderungen wären notwendig. Als, wenn eine höhere Macht oder eine Naturgewalt keine anderen Möglichkeiten zuliessen. Das Versagen des Wirtschaftssystems wird dem Einzelnen angelastet, der sich nicht genügend anstrengen würde. Das Gesellschaftsbild ist zunehmend durch die Ellenbogenmentalität mit ihren egozentrischen Persönlichkeiten belastet.
DIE LINKE. schwimmt gegen diesen Strom. Von ihr wird nichts anderes erwartet. Sie muss sich deshalb auch nicht vor dem medialen Zorn fürchten, denn sie ist ihr bereits seit der Gründung ausgeliefert gewesen. Schliesslich war die Gründung der Partei die Gegenreaktion zur Agenda 2010.

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