Kritische VWL – Netzwerk Plurale Ökonomik e.V.

Ich bin Mitglied im Netzwerk Plurale Ökonomik e.V. Dieser Verein ist von Studenten der VWL gegründet worden und ist zu einem eigenorganisierten Gegengewicht zu der einseitigen neoklassischen Lehre an den Universitäten geworden. Immer mehr Studenten haben erkannt, dass die neoklassische Lehre keine wissenschaftlich belastbare Grundlage beansprucht und es daneben noch etliche Wirtschaftstheorien und Modelle gibt, die an den Universitäten totgeschwiegen werden.

Mein klassisches Beispiel zu den Zuständen an den Universitäten ist die Konstruktion eines Arbeits-„Marktes“, der sich durch die Darstellung einer Angebots-Nachfrage-Funktion steuern läßt. Es wird völlig unreflektiert gelehrt, dass es auf diesen konstruierten Arbeits-„Markt“ soetwas wie ein Gleichgewichtspreis gibt. Ferner wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Arbeitskraft dann hoch ist, wenn der Preis für Arbeit niedrig ist.

Prüfungsfragen lauten daher auch in etwa wie folgt: „Errechnen Sie ab welcher Lohnhöhe Arbeitslosigkeit entsteht…“. Als ob die Lohnhöhe nicht auch die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen steuern würde. Neoklassik ist inkonsistent und wird trotzdem zuwenig hinterfragt.

Für Studierende und an der Makroökonomie Interessierten, die an solchen und anderen Theorien zweifeln, ist ein Blick auf die Tätigkeiten dieses Vereins lohnend.

https://www.plurale-oekonomik.de

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