310 Mrd. Euro Leistungsbilanzüberschuss

Sagenhafte 310 Mrd. Euro Leistungsbilanzüberschuss wird Deutschland nach Prognosen des ifo-Instituts 2016 erreichen und damit deutlich die Marke von 2015 übertreffen. Deutschland liegt damit dann wohl vor China auf Platz 1.
Das sind 310 Mrd. Euro an Ersparnissen, die nicht im Land investiert werden sondern ins Ausland abfliessen. Überschüsse, die durch einen prekarisieren Arbeitsmarkt (Leiharbeit, Minijobs, Befristung, etc), Kürzungen der Sozialhilfe (Hartz IV), Haushaltskürzungen und Schuldenbremse, sowie geschwächten Gewerkschaften erzwungen worden sind. Während die deutsche Politik (außer die Linkspartei) stolz wie Oskar ist, kommt massive Kritik aus dem Ausland. Das US-Finanzministerium spricht von einem Risiko der weltweiten Finanzstabilität und die OECD mahnt Deutschland an mehr zu investieren um die globalen Ungleichgewichte abzubauen. Von der Europäischen Kommission gibt es dafür nur eine warme Rüge, hingegen man bis vor kurzem noch Spanien und Portugal hart für ihre Haushaltsdefizite bestrafen wollte.

Auf einer Wippe würden beide Personen in Waage sitzen, wenn beide einen ausgeglichenen Außenhandel betreiben. Sobald aber eine Seite einen Aussenhandelsüberschuss erwirschaften will, muss der andere ein Defizit, oder Verschuldung, in Kauf nehmen.

Das Auseinanderbrechen der EU schreitet mit dem weiter wachsenden Exportüberschuss und der damit gezwungendermaßen höheren Verschuldung des Auslandes immer schneller voran.

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