Hysterie nach der Sylvesternacht in Köln

Von allen Seiten sieht man derzeit eine Hysterie wegen der Vorfälle zu Sylvester in Köln. Etwas betroffen bin ich, wenn ich mir ansehe mit wie wenig Informationen sich die Leute schon eine Meinung bilden und dann drauflospoltern. Natürlich sind auch die deutschen Medien daran mitschuld, deren Interesse es geworden ist Artikel zu verkaufen. Inwiefern diese Berichte sich mit der Wirklichkeit decken ist beinahe egal, solange die Auflage oder die Klickzahlen gesteigert werden können. Die vierte Macht im Staate ist kommerzialisiert worden. Damit hat sich der Fokus eindeutig auf betriebswirtschaftliche Faktoren gerichtet.
Schlecht ist nur, wenn die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr ihren eigenen Verstand benutzen und die Berichterstattung nur noch zum Anlass nehmen ihre schon vorher gebildete Meinung zu untermauern.

Die Vorfälle waren in Wirklichkeit von organisierten Banden verübt worden. Dabei wurde der sogenannte „Antanz-Trick“ verwendet, der eigentlich ein alter Hut ist und oft dazu genutzt wird Leute auszurauben. Gerade der Kölner Polizei ist dieses Vorgehen schon lange nicht mehr fremd. Es war demnach eher massenhafter Taschendiebstahl und weniger eine „Massenvergewaltigung“. Klar, sollte man das verurteilen, aber diese Geschehnissen ereignen sich überall und schon seit langem. Diese Überlegung, statt Hysterie und eindreschen auf Flüchtlinge, sollte uns zu möglichen Lösungen führen: Werden Polizeibeamte weiter durch Kameras ersetzt, werden diese Vorfälle auch in Zukunft möglich sein.

Kommentar verfassen