Flexi-Rente? Was die große Koalition wirklich durch die Flexi-Rente durchsetzt.

Die große Koalition hat die Flexi Rente beschlossen. Arbeitslose, die 63 Jahre alt werden und nach gebräuchlicher Praxis von den Jobcentern mit deutlichen Rentenkürzungen zwangsverentet werden um aus der Statistik zu verschwinden, sollen zumindest ein wenig mehr ihres Niedriglohns für Teilzeitarbeit bleiben. Die Koalition erhofft sich damit weitere Argumente und weniger Widerstand der Bevölkerung, das Rentenalter von 67 auch für die Zukunft aufrechterhalten zu können. Für das weitere Absenken des Rentenniveaus von 53% (2000) auf heute 47,9% und auf zukünftig nur noch 42% braucht es weitere neoliberale Belege für die Schuld des Bürgers an der eigenen Altersarmut.

Künftig werden Unternehmen durch die Solidargemeinschaft subventioniert, die geringfügig beschäftigte Rentner zum Niedriglohn einstellen. Sie brauchen sich nicht mehr an der Arbeitslosenversicherung zu beteiligen. So soll eine Orientierungshilfe für Unternehmer bei Neueinstellungen geschaffen werden den besten Preis für Arbeit zu finden.

Vorzeitige Renteneintritte möchten CDU/CSU und SPD in Zukunft vermeiden, indem ab mitte 40 ärztliche Untersuchungen, zunächst auf freiwilliger Basis, möglich werden. Durch diese Präventions- und Reha-Angebote wird es künftig schwieriger aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Wer diese Angebote nutzt, wird weniger glaubhaft versichern können, dass der eigene Gesundheitszustand so schnell abgebaut hat.

So würde ein Bericht über die Flexirente aussehen, wenn die herrschende Politk den Bürgern die Wahrheit erzählen würde. Aber dann würde sich deren Entscheidungsgrundlage ja ändern.

http://www.tagesschau.de/inland/flexirente-101.html

 

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