Nochmal: Eine Millionärssteuer ist zwar notwendig, aber nicht das was wir jetzt brauchen

Nochmal: Eine Millionärssteuer ist zwar notwendig, aber nicht das was wir jetzt brauchen. Die Umverteilung zwischen Arm und Reich lösen wir nicht indem wir den Vermögenden etwas von ihrem Geld nehmen, welches sie vorher schon den Beschäftigten vorenthalten haben.

Für diese Art der Umverteilung gibt es einen Begriff: Sekundäre Verteilung der Wertschöpfung einer Volkswirtschaft. Die Sekundäre Verteilung, zu der Steuern und Abgaben gehören, genauso wie Transferleistungen zu denen die Sozialleistungen gehören oder auch die Vermögenssteuer werden mit dieser Verteilungsart umverteilt, weil die Primärverteilung vorher versagt hat.

An der Primärverteilung müssen wir zu allererst etwas ändern. Das ist die Verteilung der Wertschöpfung zwischen Arbeit und Kapital. Die eigentliche Ursache für die ungleiche Verteilung.

Das Beste an dem Vorgehen ist, dass wir mehrere Probleme auf einmal lösen. Die Löhne steigen, die Einkommen erhöhen sich genauso wie die Einkommenserwartung. Dadurch erhöht sich gesamtwirtschaftlich die Nachfrage, die Investitionen zum Ausbau von Produktionskapazitäten rechtfertigt oder die eine oder andere Innovation. Mit den Investitionen, die über den vorhandenen Produktionskapazitäten hinausgehen entsteht entprechend mehr Bedarf an Arbeitskraft. Dadurch entstehen neue Arbeitsplätze, die wir dringend brauchen. Nicht nur wegen der Flüchtlinge. Mit den Lohnsteigerungen im erforderlichen Maß kämen wir den aussenwirtschaftlichen Gleichgewicht wieder näher und importieren mehr als zu exportieren. Dadurch entlasten wir unsere Euro-Währungspartner. Auch dort entstünden wieder Arbeitsplätze und bessere Bedingungen.

Zu guter Letzt würden die Unternehmen und Vermögenden wieder investieren. Wenn diese Phase richtig läuft, erhöhen wir zunächst wieder die Unternehmenssteuern um die Investitionen des Staates auszugleichen und danach führen wir die Vermögenssteuer ein. Dann aber in einem Umfeld, indem es für solche Maßnahmen viel weniger Widerstand gibt als es jetzt in einer stagnierenden wirtschaftlichen Lage der Fall ist.

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