Solidarität mit den Beschäftigten des Einzelhandels

Ich habe heute diese Pressemitteilung verfasst:

Den ver.di Aufruf zum Streik- und Aktionstag am 27. Juni in Wiesbaden für eine flächendeckende Tariflohnerhöhung von 5,5 % nehmen auch die Viernheimer Beschäftigten von Karstadt wahr. DIE LINKE. im Kreis Bergstraße zeigt sich solidarisch mit den Streikenden und unterstützt den Arbeitskampf. Nach Meinung der LINKE ist es volkswirtschaftlich schädlich einen Wettbewerb zuzulassen, der sich überwiegend über die Löhne austrägt. „Wenn wir weiterhin eine Marktwirtschaft fördern, die immer weniger durch technischen Fortschritt und Innovationen getragen wird, sondern sich überwiegend darauf konzentriert den Wettbewerb über die Lohnkosten auszutragen, ist bald nichts mehr vom Qualitätssiegel ‚Made in Germany‘ übrig.“, warnt Sascha Bahl, Wirtschaftsexperte der Linken im Kreis. Dr. Bruno Schwarz, 1. Vorsitzender fügt hinzu: „Für alle Unternehmen müssen die gleichen Wettbewerbsbedingungen herrschen. Das Prinzip des gleichen Lohns für gleiche Arbeit ist für eine demokratische und gesunde Marktwirtschaft notwendig und schützt die Beschäftigten vor Ausbeutung.“ Der ehemalige Landratskandidat des Kreises, Dirk Hennrich: „Eine Lohnerhöhung von 5,5%, wie von ver.di gefordert, ist bereits das Minimum der erforderlichen Lohnsteigerung, wenn die Handelsungleichgewichte in Europa behoben werden sollen. Deutschland ist ein Niedriglohnland und lebt durch seine stetig steigenden Exporte auf Kosten der anderen Euro-Staaten!“. Der Kreisverband ist sich einig: Deutschlands Binnenwirtschaft leide seit langem unter einer Nachfrageschwäche, die durch stagnierende Realeinkommen verursacht wurde. Dies würde gerade der Einzelhandel deutlich spüren, der auf die Kaufkraft seiner Konsumenten im Land angewiesen ist. Mit der Haltung der Arbeitgeberverbände gegen deutliche Lohnsteigerungen und einen einheitlichen Tarifvertrag, leisten sie der wirtschaftlichen Stagnation Vorschub. Denn an diesen Tarifabschluss würden sich auch folgende Tarifverhandlungen anderer Branchen orientieren. Es gäbe damit eine Chance wieder einen Wachstumskurs mit sinkender Arbeitslosigkeit einzuschlagen und damit auch Investitionshemmnisse durch sinkende Inflation abzubauen. Und das wiederum würde als erstes der Einzelhandel durch stärkere Umsätze zu feiern haben. „Wir gehen gemeinsam auf die Strasse und bekräftigen unsere Solidarität mit den Beschäftigten. Wir zeigen den Menschen, dass es für sie auch eine politische Unterstützung für ihre Forderungen gibt. Ein derzeitiges Alleinstellungsmerkmal für uns in der politischen Landschaft.“, wie Selina Sebnem Tugce Altinalan, Stadträtin für die LINKE. in Viernheim, es formuliert.

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